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Gemeinsam statt Einsam: Tourismusverbände rücken enger zusammen
 

„Oberstes Ziel ist die Schaffung einer effizienten neuen Vermarktungsstruktur, um im alpenländischen Tourismus weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Die heimischen Tourismusverbände werden daher passende Formen des Destinationsmanagements entwickeln müssen und in der Vermarktung professioneller und effizienter werden. Eine Zusammenlegung und Vergrößerung der gemeinsamen Marketingmittel wird zu dieser Professionalisierung beitragen. Denn gerade im touristischen Bereich kommt es sehr wohl auf die Größe an“, sagt Hermann Gruber, Geschäftsführer des heimischen Regionalverbandes. „Daher sollten die Verbände von sich aus die Bereitschaft zur Zusammenlegung wichtiger Aufgaben zeigen. Auch wenn es viel Mut verlangt, wichtige Kompetenzen und Verantwortung an eine neue gemeinsame Vermarktungs- und Vertriebsgesellschaft abzugeben“, so Gruber.

Die geplante Vermarktungsgesellschaft soll zukünftig wichtige Aufgaben für alle beteiligten Tourismusverbände einheitlich und gemeinsam am touristischen Markt übernehmen. Bewerbung und Verkauf soll zukünftig unter dem Namen „Schladming-Dachstein“ durch die neue Vertriebs- und Marketinggesellschaft für alle Tourismusorte erfolgen. Die einzelnen Tourismusverbände managen ihrerseits stärker das operative Geschäft im Ort und intensivieren den Kontakt zu ihren Vermietungsbetrieben. Angebotsentwicklung gemeinsam mit den Leistungspartnern im Ort, Information und enger Kontakt mit Beherbergungsbetrieben, stellen neben einem stärkeren Urlaubsservice die geschärften Aufgaben der Tourismusverbände zukünftig dar.


Steigende Werbebudgets
Ein weiteres Argument für den Zusammenschluss der Marketingmittel ist für Gruber der Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im heimischen Tourismus. Diese nahm von 1991 zu 2006 um rund 35 Prozent ab und liegt nun nur mehr bei 5 Nächtigungen in unserer Region. Das bedeutet für den heimischen Vermieter, dass er nun mehr potenzielle Urlauber erreichen muss und somit einen deutlich höheren Marketingaufwand aufbringen muss, um die gleichen Nächtigungszahlen wie früher zu erreichen. „Damit wachsen zwangsläufig die notwendigen Werbebudgets. Diese Budgets können wiederum nur größere Vermarktungseinheiten problemlos aufstellen. Ein einzelner Tourismusverband tut sich da wesentlich schwerer“, sagt Gruber. „Außerdem lassen sich durch die Zusammenlegung des Marketing und Vertriebs Synergien etwa im Bereich des Qualitätsmanagements ebenso wie Kosteneinsparungen über gemeinsame Reservierungszentralen oder Buchungsplattformen erzielen.“

Dieser mutige Schritt ist auch intensiv mit der Tourismusabteilung des Landes Steiermark diskutiert worden, da sich auch von Graz aus geänderte Rahmenbedingungen für die regionale Zusammenarbeit ergeben haben.

Eine schlanke Arbeitsgruppe, bestehend aus den wichtigsten Vertretern der heimischen Tourismusverbände, Bergbahnen und Gemeinden hat nun den Auftrag, das Konzept für die Realisierung dieser neuen Struktur in den nächsten Monaten auszuarbeiten. „Unser Ziel ist es, dass wir mit den derzeit vorhandenen finanziellen Mitteln die bestmögliche Marktpräsenz, die optimale Betreuung der Gäste, sowie den bestmöglichen Service und Verkauf für unsere Vermietungsbetriebe garantieren können.“ so Helmut Schrempf, Obmann der Dachstein-Tauern Region.


 





 

 
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