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deutsche Versionzur Englischen Version A-8972 Ramsau am Dachstein 79 ~ Tel:03687 22042-800 ~ E-Mail: dachstein@planai.at  Kontakt

 
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"RAMSAUER KLETTERSTEIG"


Ramsauer Klettersteig 
A/B bis C  4 km
Zustiegs-Zeit / Hm: 1 Std. / 120 Hm
Abstiegs-Zeit / Hm: 2,5 Std. / 1200 Hm
Kletter-Zeit: 3 Std.
Exposition: W-O
Kletterstrecke / Steiglänge: 4 km/450 Hm
Gesamter Höhenunterschied: bis 1200 Hm

Schwierigste Stelle: C 
Kinder-Eignung:  wenig geeignet 

Charakteristik: Eine der großartigsten Überschreitungen auf Klettersteigen Österreichs! Der 1986 angelegte „Ramsauer Klettersteig“ verbindet den teilweise versicherten Steig von der Gruberscharte über die Hohe Rams auf die Scheichenspitze mit der nun ebenfalls versicherten Überschreitung von der Edelgrießhöhe über die Gamsfeldspitzen. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen schöner und anspuchsvoller Klettersteig mit vielen exponierten Stellen und einem einmaligen landschaftlichen Erlebnis. Aufgrund der hochalpinen Lage, der sportlichen Routenführung und der Länge des Steiges ein nicht zu unterschätzendes Unternehmen, das für Ungeübte und nicht schwindelfreie Berggeher ungeeignet ist.
Der „Ramsauer Klettersteig“ kann in beiden Richtungen begangen werden, wobei hauptsächlich die Überschreitung von der Bergstation Hunerkogel (mit Aufstiegshilfe der Dachstein-Gletscherbahn) bis zur Gruberscharte und weiter zum Guttenberghaus durchgeführt wird. In umgekehrter Richtung wesentlich mehr Aufstiegs-Höhenmeter.
Man kann auch von der Talstation über das “Edelgrießkar” ohne Seilbahnhilfe aufsteigen, aber auch hier wesentlich mehr Höhenmeter.
Besonders konditionsstarke Bergsteiger können im Anschluß an den „Ramsauer Klettersteig“ noch den „Jubiläumssteig“ auf den Eselstein (C-D) am Weg zum Guttenberghaus „mitnehmen“ und sich eines sehr ausgefüllten Tagesprogrammes erfreuen. Der Klettersteig ist durchgehend rot markiert.

Schwierigkeit: Fast durchgehend A/B bis B, einige Passagen B/C und C, zumeist verbunden mit großer Ausgesetztheit. Bis ins späte Frühjahr Schneereste (vor allem an den Nordflanken) vorhanden! Für die Überquerung des Edelgrieß-Gletschers können Steigeisen erforderlich sein!

Höhenunterschied / Zeitaufwand: Länge der Klettersteig-Überschreitung (Edelgrießhöhe bis Gruberscharte): 4 km / 450 Hm (inkl. Gegenanstiege) / 3 Std.; im Gesamten: Hunerkogel -  Edelgrießhöhe - Ramsauer Klettersteig - Guttenberghaus - Ramsau: ca. 13 km / 6-7 Std.; in umgekehrter Richtung (mit Aufstieg zum Guttenberghaus) etwa 1,5 Std. länger. Mit Aufstieg über das Edelgrießkar 2 Std. länger (plus 810 Hm).

Ausrüstung / Material: Komplettes Klettersteig-Set, Steinschlaghelm und ev. Steigeisen für die Überquerung des Edelgrieß-Gletschers. Für unsichere Geher und Kinder zusätzlich Seilsicherung!

Karten: ÖK 127 Schladming; F&B WK 201 Schladminger Tauern-Radstadt-Dachstein; Kompass WK Nr.031 Ramsau-Dachstein (1:25.000); AV-Karte Nr. 14 Dachstein.

Talort , Anreise: Wie bei der “Dachstein-Überschreitung”.

Ausgangspunkt: Bergstation Hunerkogel der Dachstein-Gletscherbahn, 2687m; bzw. auch Talstation, 1680; bzw. auch Ghf. Feisterer, 1150 m.

Stützpunkt: Guttenberghaus, 2165 m (ÖAV Sektion Austria, bew. Anfang Juni bis Ende Sept., Nächtigungsmögl.; Tel.: 03687-22753).

Zustieg: 1 Std.; Von der Bergstation der Dachstein-Gletscherbahn (Hunerkogel, 2687m) in östlicher Richtung über den obersten Schladminger Gletscher kurz abwärts zur Talstation des kleinen Hunerkogel-Schleppliftes und rechtshaltend leicht ansteigend zum sog. „Rosmarie-Stollen“, der über eine kurze Eisenleiter erreicht wird (im Frühjahr oft Schnee bis zum Stollen) und auf die Südseite der westlichen Koppenkarstein-Ausläufer bringt. Querend erreicht man den „Austria-Scharten-Weg“ (Zugang auch über diesen möglich, vor allem bei ev. geschlossenem Tunnel) und absteigend zum spaltenlosen Edelgrieß-Gletscher. Diesen überqueren und kurzer Aufstieg zur Kammhöhe (kl. Sattel, Tafel) unter den Südwänden des Koppenkarsteins. Südlich über den Kamm bis zur Edelgrießhöhe (2489 m; Abzweigung des „Ramsauer Klettersteiges“; Tafel; hierher auch von der Talstation über das Edelgrießkar, 810 Hm / 2 Std.). Der markierte und unschwierige Wanderweg zum Guttenberghaus führt von hier in östlicher Richtung weiter zur Gruberscharte.

Routen- / Steigverlauf: Über einen Geröllrücken südlich ansteigen zur Niederen Gamsfeldspitze; Beginn der Versicherungen. Über den folgenden Grat auf-und absteigend (A bis B) zu einer Scharte und über den gut versicherten Steilaufschwung (B/C) auf den Gipfel der Hohen Gamsfeldspitze (2655 m). Östlich sehr steil abwärts (B/C), den Schmiedstock an der Südseite umgehen (A/B) und über eine rampenartige Steilrinne (C, tw. Klammern) wieder auf den Kamm hinauf, der zur Scheichenspitze (2667 m) führt (A bis B, zuletzt Gehgelände zum Gipfel). Über den Ostkamm der Scheichenspitze abwärts (A/B) und immer entlang des Kammverlaufes (Gehgelände) zur kleinen Gipfelerhebung der Hohen Rams. Nordöstlich Abstieg zur Gruberscharte (2364 m; teilweise versichert, A und B), bei der auch der „Ramsauer Klettersteig“ endet. Der Klettersteig ist durchgehend rot markiert.

Abstieg: 2,5 Std.; Von der Gruberscharte erreicht man östlich absteigend (markiert) in ca. 25 Min. das Guttenberghaus.
Variante: Man kann auch bereits von der Scheichenspitze über die Nordflanke (Normalweg) absteigen zum Wanderweg und über diesen wieder zur “Edelgrießhöhe” (Beginn des “Ramsauer Klettersteiges”) und wie Zustieg zurück zur Bergstation Hunerkogel gelangen (von der Scheichenspitze bis zur Bergstation ca. 1,5 Std.). Vom Guttenberghaus führt ein gut markierter Wanderweg ins Tal zum Gasthof Feisterer in der Vorderen Ramsau (hier am besten 2. Pkw abstellen; Busverbindung zum Ausgangspunkt vorhanden, allerdings sehr umständlich; oder per Taxibus retour zum Ausgangspunkt).
Tipp für sehr konditionsstarke Bergsteiger: Am Weg zum Guttenberghaus zweigt links (nördlich) der schöne und schwierige „Jubiläumssteig“ (C-D) auf den Eselstein (2556 m) ab, der sich sehr gut mit dem “Ramsauer Klettersteig” verbinden läßt.

Quelle: Texte und Topos aus "Klettersteige & leichter Fels Österreich Ost", 5., erweiterte und aktualisierte Auflage April 2004, Schall-Verlag, Wien; www.schall-verlag.at




 
 




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